Animation

Die Technik der Animation hat seinen Wortursprung im Lateinischen. Hier bedeutete es, dass etwas „zum Leben erweckt“ wurde oder auch schlicht „Geist“ oder „Seele“. Dies lässt sich wörtlich übertragen auf Grafiken, die durch Bildbearbeitung zum Leben erweckt werden, indem aus mehreren statischen Bildern ein bewegtes Bild, eine Animation, wird.

Bei einer Sequenz von ca. 24 Bildern pro Sekunde entsteht dadurch beim Betrachter die Illusion einer flüssigen Bewegung. Diese Zahlen deuten an, wie aufwendig das Erstellen von Animationen sein kann.

Beim Schlagwort „Animation“ denkt man automatisch an den Trickfilmbereich oder speziell an den aktuellen Boom der 3D-Animationen. Animationen werden aber auch vielfach in der Werbung, im Design oder schlicht zur Visualisierung und als Eye-Catcher eingesetzt.

Viele 2D-Animationen können durch spezielle Software erstellt und auch bearbeitet werden. Grundlage für Animationen sind meist Vektorgrafiken, die die Objekte in zwei oder auch drei Dimensionen darstellen. Im Erstellungsprozess werden dabei Informationen über die Optik und die einzelnen Bewegungen aller Objekte zusammengefügt, sodass jedes notwendige Einzelbild berechnet und in der gebrauchten Bildauflösung gerendert werden kann.

Bei der Animation am Computer werden dabei generell drei Techniken unterschieden.
Bei der aktionsbasierten Animation wird der Zeitaspekt in einzelnen Animationsaktionen je nach Objekt gekapselt. Wie bei gängigen Präsentationsprogrammen bekannt, werden dabei die einzelnen Animationen durch eine Liste von möglichen Aktionen definiert, die während des Präsentationsablaufs nacheinander ausgeführt werden. Eine zeitliche Synchronisation ist ebenfalls definierbar.
Die Bild-für-Bild-Animation ist ein Konzept, bei dem Einzelbilder wie in einem Daumenkino erstellt und nacheinander abgespult werden.
Die Keyframe-Animation, oder auch Schlüsselbild-Animation, arbeitet, wie ihr Name schon sagt, mit Keyframes. Dies sind Werte, die die Objekteigenschaften, die zu bestimmten Zeitpunkten animiert werden sollen, festlegen. Dabei wird jeder Objekt- oder Szenenzustand auf einer Zeitachse einen bestimmten Eintrag.

Generell sind Grafiken besonders dazu geeignet, Veränderungen besonders deutlich machen zu können. Auch dienen sie als Eye-Catcher und können zum Beispiel durch Variationen beim Timing verschiedene Effekte erzielen. Besonders zu beachten ist allerdings, Animationen dosiert einzusetzen, um beim Betrachter keine Reizüberflutung auszulösen.

Bildbearbeitung